Rottweiler-Züchter: Ein Hund wird nicht böse geboren

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Es ist wie im richtigen Leben: Bei der 6. Salzlandschau des Allgemeinen Deutschen Rottweiler-Klubs Aschersleben geht es um Gesundheit, Schönheit, Wohlverhalten – und letztlich darum, wer sich fortpflanzen darf.

Im Unterschied zur Partnersuche unter Menschen wird hier allerdings nicht getindert, geflirtet und gebaggert, sondern Wertungsrichterin Claudia Meixner sucht die schönsten Exemplare der beeindruckenden Rasse aus. Welcher Hund hat die ebenmäßigsten Zähne? Wer das glänzendste Fell? Wer läuft am anmutigsten?
„Je mehr Ausstellungen ein Hund gewinnt, desto bekannter wird er in Züchterkreisen“

Und welches der Tiere strahlt die größte Gelassenheit aus? „Das ist eine Schönheitsschau“, sagt Vereinsvorsitzende Jana Dreyer. „Letztlich geht es dabei um die Zucht. Je mehr Ausstellungen ein Hund gewinnt, desto bekannter wird er in Züchterkreisen.“

Wie zum Beispiel Fee vom Harzer Land. Das gerade erst fünfeinhalb Monate alte Rottweilermädchen von Züchter Karl-Heinz Meier aus Hasselfelde im Oberharz hat in der Babykategorie am besten abgeschnitten. „Fee hat sich toll gezeigt“, sagt Meier.

„Dafür hat sie die Note ,Vielversprechend‘ bekommen.“ Das junge Rottweilerweibchen soll, so ist Meiers Plan, einmal eine Zuchthündin werden - und vielleicht genauso erfolgreich werden wie Meiers bereits elf Jahre alte Fanny von Hohegeiß, die es bis zur Deutschen Vizemeisterin im Fährtenhundesport gebracht hat.
Fee vom Harzer Land soll einmal so erfolgreich werden wie Fanny von Hohegeiß

Der ideale Rottweiler, da sind sich Meier und Dreyer einig, muss aber nicht nur gesund sein, toll aussehen und im Idealfall auch noch zum Fährtenlesen oder für die Lebensrettung taugen. „Wir legen großen Wert darauf, dass nur sozialverträgliche Hunde in die Zucht kommen“, sagt Meier. „Es geht uns nicht nur um die Rassestandards, sondern auch um das Wesen des Hundes“, bestätigt Vereinschefin Jana Dreyer.

Das Wesen das Rottweilers, lautet ein verbreitetes Vorurteil, ist aggressiv. Gelten die Hunde, die einst von Fleischern als Arbeitstiere gehalten wurden, zu Recht als furchteinflößend? „Es sind große, schwarze Hunde“, sagt Jana Dreyer. „Aber ein Tier, das aggressiv wäre, würde hier nicht überstehen.“

39 Hunde aller Altersklassen aus dem In- und Ausland wurden in Aschersleben präsentiert

Wer rauft, fliegt raus bei der Salzlandschau, bei der am Samstag an der Froser Straße 39 Hunde aller Altersklassen aus Deutschland, der Ukraine, Polenund Dänemark gezeigt wurden. Allgemein gelte, dass ein Rottweiler ein Gebrauchshund sei, der gefordert und ausgelastet werden müsse.

Würden die Hunde auffällig, so handele es sich oft um Tiere ohne Papiere aus möglicherweise dubiosen Quellen. Letztlich liege es aber am Halter, wie sich ein Rottweiler entwickle. „Ein Hund wird nicht böse geboren“, sagt Jana Dreyer und empfiehlt Frauchen und Herrchen von Rottweilern die Mitgliedschaft im Hundeverein.

Karl-Heinz Meier, der sein Hobby zum Beruf gemacht hat und in Hasselfelde eine Hundeschule betreibt, schwärmt jedenfalls von den großen, schwarzen Hunden. „Sie sind umwelt- und familienfreundlich“, sagt er. „Sehr kinderlieb, treu und ausgeglichen.“ (mz)
Das sind die Gewinner der 6. Salzlandschau

Salzlandjugendsieger: Alcatraz vom Bösewicht, Eigentümerin: Anna-S.Müller

Salzlandjugendsiegerin: Anka vom Guddenstein, Eigentümer: Thomas Reinisch

Salzlandsieger und schönster Hund insgesamt: Lex vom Räuberweg, Eigentümer: Andreas Schmidt

Salzlandsiegerin: Era Amarex, Eigentümerin: Jana Dreyer

Dieser Artikel wurde verfasst von Ingo Kugenbuch

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